ElektroGenius
WOCHEN
BLATT
Ausgabe 20 · 1. November 2026
01
München bestellt 110-kV-Schaltanlagen in Rekordgröße
02
Über 500.000 neue Batteriespeicher in neun Monaten
03
50Hertz: 40 Millionen E-Autos sind machbar
04
VDE: Heutige Netze reichen nicht aus
Stromnetze
München bestellt 110-kV-Schaltanlagen in Rekordgröße
Die Stadtwerke München haben bei Siemens Energy zwei gasisolierte Hochspannungsschaltanlagen der Bauart „Clean Air“ bestellt. Sie sollen neben bestehenden Anlagen in München errichtet werden.
Das Wichtigste
  • Spannungsebene: 110 kV
  • Zusammen 120 Schaltfelder, jede Anlage mehr als 125 Meter lang
  • Damit gehören sie zu den größten Anlagen ihrer Bauart
  • Gründe: Bevölkerungswachstum, Wärmepumpen, E-Autos, Batteriespeicher und Rechenzentren
01 / 06
Batteriespeicher
Über 500.000 neue Speicher in neun Monaten
Nach Angaben des Bundesverbands Solarwirtschaft wurden in den ersten neun Monaten 2026 mehr als 500.000 neue Batteriespeicher in Deutschland in Betrieb genommen.
Das Wichtigste
  • Neu installierte Speicherkapazität: rund 8,2 GWh
  • Speicher gewinnen an Bedeutung für Eigenverbrauch, Lastmanagement und erneuerbare Energien
  • Für die Praxis: Die Zahl der Speicher-Installationen wächst, und damit die Nachfrage nach Elektrofachbetrieben
02 / 06
E-Mobilität
50Hertz: 40 Millionen E-Autos sind machbar
Laut 50Hertz-Geschäftsführer Dirk Biermann sind mehr als 40 Millionen batterieelektrische Pkw im Jahr 2045 für die Stromversorgung grundsätzlich kein unlösbares Problem. Die größere Aufgabe sei die Elektrifizierung von Wirtschaft und Gesellschaft.
Das Wichtigste
  • Gleichzeitiges Laden kann lokal zu Engpässen im Verteilnetz führen
  • Gegenmittel: steuerbares Laden, digitale Stromzähler, automatische Steuerung und stationäre Speicher
  • Bidirektionales Laden gilt als zusätzliche Möglichkeit
03 / 06
Netzausbau
VDE: Heutige Netze reichen nicht
VDE-Vizepräsident Alf Henryk Wulf verweist auf steigende Anforderungen durch KI-Rechenzentren, Elektrofahrzeuge und Wärmepumpen.
Das Wichtigste
  • Heute verbraucht Deutschland rund 560 TWh Strom im Jahr
  • Nach seiner Einschätzung könnte der Verbrauch um 20 bis 30 Prozent steigen
  • Für 750 bis 800 TWh seien die heutigen Netze nicht ausreichend
  • Einordnung: eine Einschätzung, kein Beschluss und keine neue Norm
04 / 06
Kurz notiert
Meldungen in Kürze
Netzentgelte 2027
Die vier Übertragungsnetzbetreiber haben vorläufige Netzentgelte für 2027 veröffentlicht. Ein geplanter Bundeszuschuss soll den Anstieg begrenzen. Verbindlich sind die endgültigen Preisblätter der Netzbetreiber.
Flexibilität gegen hohe Strompreise
In einem Fachinterview werden Batteriespeicher und flexibler Verbrauch als Mittel genannt, um teure Gaskraftwerke seltener einzusetzen. Die Industrie verbraucht laut Beitrag knapp 45 Prozent des Stroms.
05 / 06
Das war es für diese Woche
Im Blick behalten: Zum Jahreswechsel kommen die endgültigen Netzentgelte für 2027. Wir berichten, sobald die Preisblätter vorliegen.
Community beitreten
@elektrogenius
Nächste Ausgabe: 8. November 2026