Mit der "Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten" (EFK fft) entsteht ein neuer, flexibler Ausbildungsweg für Quereinsteiger ins Elektrohandwerk.
Bislang durften nur klassisch ausgebildete Elektriker an Stromkreisen arbeiten. Die EFK fft lockert diese Hürde gezielt: Anlagenmechaniker, Monteure oder Produktionsmitarbeiter können künftig festgelegte elektrische Tätigkeiten legal ausführen, ohne eine dreijährige Elektro-Lehre zu absolvieren.
Die DEKRA Akademie bietet dazu ein praktisches Modul mit 38 Unterrichtseinheiten Praxis und einer Prüfung an. Der erste Kurs findet vom 13. bis 17. Juli 2026 direkt in Köln statt.
Die zentrale Sicherheitsnorm für die elektrische Ausrüstung von Maschinen wurde in der Ausgabe 2026‑06 grundlegend überarbeitet.
Die Änderungen betreffen unter anderem Antriebssysteme, elektromagnetische Verträglichkeit und den Überstromschutz. Auch die Anforderungen an die technische Dokumentation wurden präzisiert.
Für Betriebe, die Maschinen und Anlagen elektrisch ausrüsten oder prüfen, bildet diese Norm weiterhin die zentrale Grundlage für die sichere und normkonforme Umsetzung.
Die aktuelle ZVEH-Erhebung zeigt: Rund 65.000 Stellen sind im E-Handwerk aktuell offen, etwa 18 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Rückgang betrifft vor allem an- und ungelernte Helfer.
Gleichzeitig melden weiterhin 46 Prozent der Betriebe offene Stellen. Der Umsatz der Branche sank 2024 um 4 Prozent auf 84,3 Milliarden Euro, die Zahl der Beschäftigten ging ebenfalls zurück.
Bis 2036 gehen laut Institut der deutschen Wirtschaft rund 16,5 Millionen Babyboomer in Rente, während deutlich weniger junge Fachkräfte nachrücken.
Zum 1. Juli 2026 sind mehrere neue Pflichten in Kraft getreten, unter anderem im Fuhrparkmanagement für Fahrzeuge über 2,5 Tonnen.
Gleichzeitig fehlen vielerorts qualifizierte Elektrofachkräfte, um vorgeschriebene Prüfungen wie DGUV V3 überhaupt durchzuführen. Allein in Koblenz waren Ende Juni rund 110 Elektriker-Stellen offen.
Für kleinere Betriebe bietet die Berufsgenossenschaft Holz und Metall kostenfreie, aber verpflichtende Grundlagenseminare an, um die gesetzlichen Anforderungen eigenverantwortlich umzusetzen.