In Turnow-Preilack und Jänschwalde in Brandenburg brachten Unbekannte mit selbstgebauten Flugkörpern leitfähiges Material auf Höchstspannungsleitungen, um Kurzschlüsse auszulösen.
Mehr als ein Dutzend Abschussvorrichtungen wurden gefunden. In Bergheim bei Köln nahm RWE nach einem vorsätzlich herbeigeführten Kurzschluss fünf Braunkohleblöcke vom Netz.
Betroffen waren dort rund 4,2 Gigawatt. Weitere Verdachtsfälle gab es in Dormagen, im Raum Aachen und in Ganderkesee.
Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Bildung einer terroristischen Vereinigung.
Das Bundesinnenministerium betont, dass für den Schutz der Anlagen zuerst die Betreiber verantwortlich sind und der Staat sie dabei unterstützt.
Fachleute rechnen damit, dass ein deutlich höherer physischer Schutz die Kosten der Betreiber vervier- bis versechsfachen könnte: Netze gegen Drohnen, verstärkte Umzäunungen, Videoüberwachung.
Brandenburg plant ein 360-Grad-Sicherheitszentrum, in dem Informationen von Polizei, Verfassungsschutz und Katastrophenschutz zusammenlaufen. Ein Beleihungsgesetz soll Betreibern erlauben, bestimmte Maßnahmen selbst zu übernehmen.
Ein Bündnis aus 17 Unternehmen, die Energiewende-Digitalisierungs-Allianz, hat Anfang September einen eigenen Gesetzentwurf vorgelegt. Er soll die Digitalisierung und Standardisierung der Stromnetze beschleunigen.
Kern sind klare Vorgaben für den flächendeckenden Smart-Meter-Rollout und die konsequente Durchsetzung steuerbarer Verbrauchseinrichtungen.
Betroffen sind vor allem Wärmepumpen, Wallboxen und Heimspeicher. Dazu kommen mehr digitale und standardisierte Schnittstellen zwischen Netzbetreibern, Erzeugern und Verbrauchern.
Der ZVEI meldet eine Trendwende: In der Elektro- und Digitalindustrie gibt es erstmals seit drei Jahren wieder mehr Neueinstellungen als Abgänge.
Die Zahl der offenen Stellen ist seit Jahresbeginn um rund ein Viertel auf knapp 10.000 gestiegen. Ende des ersten Halbjahres beschäftigte die Branche etwa 865.000 Menschen.
Gleichzeitig zeigt Bayern, dass die Lage je nach Teilbranche sehr unterschiedlich ist: In der Metall- und Elektroindustrie insgesamt fielen dort im ersten Halbjahr rund 11.000 Stellen weg.
Im August wurden fast 69.000 reine Elektroautos neu zugelassen, rund 75 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anteil an allen Neuzulassungen lag bei 32,4 Prozent.
Am Spotmarkt fiel der deutsche Strompreis Anfang September zeitweise um rund 23 Prozent auf etwa 97 Euro je Megawattstunde, getrieben von einer stark steigenden Windstromerzeugung.
Für das Handwerk heißt das: mehr Ladeinfrastruktur, mehr netzdienliche Steuerung und mehr Bedarf an Leistungselektronik und Speichern. Volatile Preise erhöhen den Anreiz für Lastmanagement.