Der Fachkraftmangel im Elektrohandwerk spitzt sich zu. Jetzt reagiert der ZVEH mit einem Teilqualifizierungsprogramm, das erstmals einen strukturierten Weg fur Ungelernte in die Branche eroffnet.
Das sogenannte TQ-Set ist das erste seiner Art im deutschen Handwerk. Es ermoglicht Betrieben, Mitarbeitende ohne Berufsabschluss schrittweise zu qualifizieren — im besten Fall bis zur Gesellenprufung.
Die Lerninhalte orientieren sich direkt an der Ausbildungsverordnung fur Elektroniker fur Energie- und Gebaudetechnik.
Fur Betriebe bedeutet das: Sie konnen gezielt Helfer oder Monteure aufbauen, die bisher keine formale Qualifikation hatten. Das schafft Loyalitat und lost konkrete Personalengpasse.
Seit Juni 2026 konnen Haushalte selbst erzeugten Solarstrom einfacher an andere Haushalte weitergeben. Das Stichwort heisst Energy Sharing — und es verandert, was Elektriker kunftig beraten mussen.
Wer Solarstrom teilt, braucht ein intelligentes Messkonzept, ein funktionierendes Lastmanagement und einen sauberen Netzanschluss. Genau das ist Aufgabe der Elektrofachkraft.
Fur Betriebe, die schon PV-Anlagen installieren, ist das eine naturliche Erweiterung: Energiemanagement, intelligente Gebaudetechnik und Systemintegration werden zu Kernaufgaben.
Seit dem 1. Januar 2026 gilt im Elektrohandwerk ein Branchenmindestlohn von 14,93 Euro pro Stunde. Der allgemeine gesetzliche Mindestlohn liegt bei 13,90 Euro.
Fur Azubis steigt gleichzeitig die Mindestausbildungsvergutung. Wer 2026 seine Ausbildung beginnt, hat Anspruch auf die neuen Satze ab dem ersten Lehrjahr.
Dazu kommt: Ab dem 1. August 2026 treten modernisierte Ausbildungsordnungen in 19 Bauberufen in Kraft — mit Schwerpunkten auf Nachhaltigkeit und Digitalisierung.
Betriebe mit Auszubildenden sollten ihre Ausbildungsplane prUfen und anpassen. Wer fruher handelt, vermeidet Stress kurz vor dem Stichtag.
Die Vertreterversammlung der BG ETEM hat am 26. Juni 2026 in Hamburg einen neuen Gefahrtarif beschlossen. Er tritt am 1. Januar 2027 in Kraft.
Der Gefahrtarif legt fest, wie viel Betriebe an die Berufsgenossenschaft zahlen mussen. Er basiert auf dem Unfallrisiko der jeweiligen Tatigkeit und gilt bis Ende 2032.
Die neuen Beitrage wirken sich erstmals 2028 auf die tatsachliche Beitragszahlung aus.
Fur Elektrobetriebe bedeutet das: Jetzt prufen, in welche Gefahrenklasse die eigenen Tatigkeiten fallen — und ob sich das im neuen Tarif andert.